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Stammesgeschichte
 
Entstehung vor 50 bis 60 Millionen Jahren.
 

Während die ersten bedecktsamigen Blütenpflanzen, zu denen auch die Orchideen zählen, vor etwa130 Millionen Jahren in der Kreidezeit auftraten, vermutet man, dass die ersten Vorläufer der Orchideen vor 50 bis 60 Millionen Jahren im heutigen Gebiet von Indonesien entstanden sind und eine terrestrische Lebensweise besaßen.

Der Übergang zum epiphypischen Dasein ist jüngeren Ursprungs. Über den Erdgeschichtlichen ältesten fossilen Orchideenfund ist erst kürzlich (1984) von Mehl berichtet worden. Entsprechend der Fundschicht wird das Alter des als gesichert bezeichneten Fundes auf ca. 15 Millionen Jahre angegeben. Die davor bekannten, fossilen Orchideen, die als nicht ganz eindeutig eingestuft werden, sind nur etwa 2 Millionen Jahre alt.

Zu den Orchideenfossilien ist zu bemerken, daß sich Orchideen aufgrund ihres zarten Pflanzenwuchses sehr schlecht zur Fossilbildung eignen und man somit bislang auch nur ganz wenig fossile Orchideen gefunden hat, von denen manche von einigen Forschern sogar angezweifelt werden.

Als junge Pflanzenfamilie haben Orchideen ihre entgültige Form noch nicht gefunden. Wir können also an ihrer Evolution direkt teilnehmen. Diese Tatsache wird fast von allen Orchideenforschern anerkannt und dürfte wohl auch der Grund sein, warum sich so relativ leicht sowohl infragenerische als auch intergenerische Hybriden bilden.

Diese Hybridenbildung kommt nicht nur in der Natur vor (sogenannte Naturhybriden), sondern kann auch künstlich durch den Menschen vorgenommen werden. Die Zahl der künstlichen Befruchtungen beträgt inzwischen fast das Doppelte der Zahl der in der Natur vorkommenden etwa 25000 Orchideenarten.

 
 
   
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